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Kranzniederlegung zum Volkstrauertag

13.11.2016

Genthin (ml). Vielerorts wurde am Volkstrauertag aller Opfer von Gewaltherrschaft gedacht. Auf dem städtischen Friedhof in Genthin sprachen Bürgermeister Thomas Barz und Pfarrer Stephan Donath Worte des Gedenkens.

„Wir wollen nie wieder Krieg, aber 2000 Kilometer von uns entfernt toben Kriege, die für Flucht und Vertreibung verantwortlich sind. Daher müssen Kriege verhindert werden", sagte Stephan Donath, Pfarrer der katholischen St. Mariengemeinde. Der Pfarrer wies mit seinen Worten auch auf die derzeit laufende ökumenische Friedensdekade hin, sie hat „Kriegsspuren" zum Thema. „Diese Spuren finden wir auch in Genthin", so der Pfarrer, „die Opfer von Krieg und Verfolgung sollten wir genau wie die Gefallenen in unsere Gedenken einschließen, auch wenn ihre Namen oft nicht auf den Denkmälern zu finden sind."

Zur Gedenkveranstaltung waren Vertreter des Genthiner Stadtrates und von Vereinen gekommen. Auch Jörn Sanftleben, Vorsitzender des Ortsverbandes des SoVd, und Monika Lück, Mitglied des OV, waren unter ihnen. Jörn Sanftleben legte ein Blumengebinde am Mahnmal des gefallenen Soldaten nieder. Die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung hat wie in den Vorjahren der Posaunenchor der evangelischen Trinitatis-Kirche übernommen.

Der Volkstrauertag wurde nach dem I. Weltkrieg durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge initiiert. Der Tag soll dem Gedenken an die ungeheure Zahl der Kriegstoten dienen. Seit 1952 wird er in der Bundesrepublik Deutschland immer am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres begangen, also in einer Zeit, die traditionell dem Gedenken an die Verstorbenen gewidmet ist.

 

Foto: Jörn Sanftleben bei der Kranzniederlegung